Der Anabolika und Steroid Info und News Blog

Februar 11, 2008

Amerikanisches Untergrundlaboratorium bekennt sich schuldig

UGL Texstar Labs, Phalco Labs und Nassau Pharmaceuticals – so heißen bzw. hießen drei große amerikanische Untergrundlaboratorien, die im Zuge der „Operation Raw Deal“ ausradiert wurden.

Kenneth Herbert, einer der Köpfe hinter diesen drei Untergrundlaboratorien, hat sich jüngst schuldig der Anklage des Anabolikabesitzes mit der Absicht des Weiterverkaufs bekannt und kooperiert nun mit den Behörden, um ein möglichst mildest Urteil zu erhaschen. Unter anderem fallen gelassen werden hierbei die Anklage der Geldwäsche, was ein sehr gewichtiger Anklagepunkt angesichts des Umfangs der drei Untergrundlaboratorien war.

In Kenneth Herbert´s Haus wurden bei einer Hausdurchsuchung u.a. folgende Dinge gefunden:

  • 4 Tablettenpressen
  • ca. 8 Kilogramm unterschiedlicher Steroidpulver (!)
  • über 100.000 Anabolika-Tabletten
  • ein komplettes Labor inkl. diverser Ampullen und Zubehör

Mit den beschlagnahmten Dingen wäre die Produktion von ca. 50.000 Tabletten pro Stunden möglich gewesen!

Herberts erwarten 5 Jahre Gefängnis und/oder eine 250.000 $ Strafe. Da Herberts mit den Behörden kooperiert, wurde eine Strafe am untersten Ende der gesetzlichen Möglichkeiten vorgeschlagen.

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Februar 4, 2008

Profi-Bodybuilder Lee Priest – Selbstmord?

Filed under: Sonstiges — Schlagwörter: , , , , , , , , — steroidinformation @ 5:55 pm

Am 3. Februar machte ein Gerücht die Runde, das mich in eine traurige Stimmung versetzte. Profi-Bodybuilder Lee Priest soll Selbstmord begangen haben! Wenige Stunden später wurde diese Meldung von Ami-Seiten dementiert. Er hätte es nur versucht. Nach einem Streit mit seiner neuen Freundin (seine Ehe mit Profi-Bodybuilderin Kathy Lee-Francois ist dahin, obwohl beide bisher nicht geschieden sind), die ihn dann aus ihrem Haus in Arizona geworfen hat, kam er wohl erstmal in einem Hotel unter, wo ihn dann sein Freund und ebenfalls Profi-Bodybuilder Rusty Jeffers mit aufgeschlitzten Pulsadern gefunden haben soll. Nach Erstversorgung seitens eines Notarztes soll es danach in ein bisher geheimes Krankenhaus gegangen sein, wo erst ein Toxologisches Screening durchgeführt wurde (mit positivem Befund, genaue Details unbekannt) und anschließend ein zweitägiger Aufenthalt in einer „Nervenheilanstalt“ Pflicht ist.

Auf allen großen Ami-Seiten wurde dies alles dann heute aber erneut komplett dementiert. Lee sei die letzten zwei Tage gar nicht in Arizona gewesen sein, sondern in Kalifornien, wo er angeblich ein neues Auto gekauft hat.

Ein dummer Publicity-Streich? Wer hätte was davon? Oder doch die Wahrheit? Vorzustellen wäre es, da die Bodybuilder-Gemeinde ja krankhaft zusammen hält und mit Sicherheit das Thema „anabole/androgene Steroide“ erneut ein Thema in den Medien gewesen wäre, was die Amis nach „Operation Raw Deal“ natürlich möglichst vermeiden möchten, da die Quellen für ihre Mittelchen immer mehr versiegen 🙂

Wie auch immer, ich wünsche Lee nur das Beste, da er in meinen Augen trotz seiner geringen Körpergröße ein wahrer Bodybuilding-Champion ist!

November 28, 2007

Hushmail sicher oder doch nicht?

Filed under: Sonstiges — Schlagwörter: , , , , , , , — steroidinformation @ 11:04 pm

Anfang November zitterten bei vielen Anabolika-Händlern und Konsumenten, die via Hushmail kommunizierten, die Knie. Gerade erst war der Schock, den die weltweite Anabolika-Razzia „Operation Raw Deal“ hinterließ, verdaut, da kam die nächste Schreckensnachricht: Hushmail ist nicht sicher!

Was ist Hushmail? Hushmail ist ein kanadischer Email-Service-Provider, über den man nach Registrierung automatisch per PGP verschlüsselte Emails verschicken konnte – vorausgesetzt, der Empfänger hat ebenfalls eine Hushmail-Adresse. Der Anbieter wirbt auf seiner Seite damit, dass nach der Verschlüsselung außer dem Empfänger kein Dritter an den Inhalt der Emails kommt, nicht einmal Hushmail selbst. Dass hier ein wenig geflunkert wurde, kam dann vor kurzem heraus. Hushmail hat sehr wohl Zugriff auf die angeblich verschlüsselten Inhalte und gibt die auch gerne an die Justiz bei entsprechender Anfrage weiter, just geschehen bei zwei größeren Anabolika-Dealern aus den USA.

Was heißt das nun für Klein-Manni, der sich von seinem Internet-Freund seine Kur aus 15 Deca und einer Dose Thais bestellt? Voraussichtlich nichts, da der Staat erst bei Verdacht an die Emails kommt. Erst wenn die Internet-Helden zum Vorschein kommen, die in einschlägigen Foren unbedingt erzählen müssen, dass sie bei xxx@hushmail.com (Adresse dient nur als Beispiel und ist frei erfunden!) für ihren Stoff nur einen Bruchteil vom Normalpreis bezahlen, wird es kritisch. Die Annahme, dass die Justiz in derartigen Foren nicht unterwegs ist, ist dumm und naiv. Wenn dann in solchen Foren noch ganze Threads zu einem Anbieter auftauchen, dann sollte sich die Person, die hinter dieser Emailadresse steht und sich bislang in Sicherheit wägte, entweder gleich selber der Justiz stellen (die optimale Variante) oder alternativ in ein Land auswandern, das nicht ausliefert.

Soll im Klartext heißen: Der Email-Verkehr zwischen Klein-Erna und Klein-Möchtegern-Dealer dürfte für die Justiz uninteressant sein. Möchtegern-Untergrundlaboratorien und Homebrewer, deren Hushmail-Adressen in jedem Forum herum schwirren, sollten sich schon eher den Wecker auf früh morgens 5:59 Uhr stellen, da bereits eine Minute später unangenehmer Besuch drohen könnte.

Fazit: Anabolika-Handel ist dumm, das Verlassen auf kommerzielle Produkte „bei der Arbeit“ noch mehr.

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