Der Anabolika und Steroid Info und News Blog

Juni 16, 2010

Steroide und Nierenschäden

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , , , , , , — steroidinformation @ 4:09 pm

Können Steroide die Nieren von Bodybuildern schädigen? Die New York Times hat kürzliche eine Studie veröffentlicht, die als Beweis für die Nierenprobleme verschiedener Bodybuilder angesehen wird.

Mehr als ein Faktor ist bei der Entstehung von Nierenschäden zu berücksichtigen, doch bevor man hierzu kommt, wird diese Studie direkt wieder von der Mainstream Presse, die Bodybuilder anscheinend nicht sonderlich mag, aufgegriffen, um gegen Steroide und das Bodybuilding allgemein zu wettern.

Man muss zugeben, dass es als ein stichhaltiges Argument anzusehen ist, dass supraphysiologische Androgenlevel Glomerulosklerose verursachen können bzw. das Tüpfelchen auf dem i bei der Entstehung darstellen. Ob dies jedoch im Zusammenhang mit Bluthochdruck geschieht, ist bislang unklar. Es ist bekannt, dass Testosteron, selbst in normalen Dosierungen, ein Faktor sein kann. Bluthochdruck wird stark mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht, egal, ob dieser durch Übergewicht oder Muskelmasse ausgelöst wird.

Androgene können den Blutdruck erhöhen, welcher jedoch unter Kontrolle gehalten werden kann, beispielsweise durch entsprechende Medikamente. Bill Roberts, der zu diesem Thema befragt wurde, gab an, dass er im Laufe seiner Karriere mit mehr als  Tausend Bodybuildern gesprochen habe und kein einziger wäre auf ihn zugekommen und hätte über Nierenprobleme bei der Verwendung von Steroiden gesprochen. Sowas muss nicht passieren, wenn entsprechend vorgesorgt wird.

Med Clin North Am. 2009 May;93(3):733-51. Obesity and hypertension: mechanisms, cardio-renal consequences, and therapeutic approaches. Reisin E, Jack AV.

Die steigende Zahl an Übergewichtigen weltweit steigt in alarmierende Höhen. Fast 70% der amerikanischen Bevölkerung ist zu dick. Die Verbindung zwischen erhöhtem Körpergewicht und Blutdruck ist wohlbekannt. Auch Bodybuilder mit geringem Körperfettanteil können durch die Zufuhr an Steroiden unter Bluthochdruck leiden, der behandelt werden sollte.

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Juli 24, 2008

Die Hexenjagd der Dopingfander wird immer lächerlicher

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , , , , , , — steroidinformation @ 6:03 pm

Am 23. Juli 08 war der Aufschrei laut, als John Fahey, Präsident der WADA (World Anti Doping Agency), bekannt gab, dass die von ihm repräsentierte Organisation mit einer der größten Pharmafirmen in enger Kooperation stand. Nichts neues für viele. Ein absolutes Novum war allerdings seine Verlautbarung, dass Roche als erstes Unternehmen weltweit ihrem Präparat Mircera (das von Radrennfahrer gerne zum Doping benutzt wird, da es als EPO der dritten Generation gilt und bis vor Kurzem mit keinem Dopingtest nachgewiesen werden konnte) ein spezielles Molekül beigemischt haben soll, was es ermöglicht, Mircera dennoch bei Dopingtests erkenntlich zu machen.

Warum die WADA sich keine Probe von Mircera geben lässt, um einen geeigneten Test hierfür zu entwickeln, fragten sich viele Fachleute. Dass das Statement des WADA Präsidenten nur heiße Luft und pure Panikmache war, erklärte Roche dann direkt einige Stunden später. Martina Rupp, die Roche Pressefrau, hierzu in einer Email: „Die seitens der WADA gegebene Information, dass Roche dem Präparate Mircera ein geheimes Molekül beifügt, um Mircera für Dopingtests erkennbar zu machen, ist falsch!“

Martine Rupp weiter: „Roche hat der WADA Proben von Mircera zukommen lassen, damit diese hierdurch einen funktionierenden Dopingtest herstellen können.“

Ein Komplott der WADA und Roche, um dopende Athleten in Sicherheit zu wiegen und sie dann eiskalt zu erwischen? Wohl kaum! Ein missglückter Versuch, Athleten einzuschüchtern, um die Anzahl der Dopingfälle zu senken und die WADA dadurch in einem guten Licht da stehen zu lassen? Wohl eher 🙂

Doping kann im Spitzensport nicht verhindert werden. Ganz im Gegenteil: Durch Dopingtests sind Athleten oftmals darauf angewiesen, noch gefährlichere Medikamente einzunehmen und Methoden anzuwenden, um die Dopingtests zu unterwandern. Siehe z.B. die weltweit größte Wrestling Promotion WWE (World Wrestling Entertainment): früher nahmen alle Testosteron und Deca, in Ausnahmefällen auch Oxymetholon oder Methandienon. Seitdem die WWE Dopingkontrollen durchzieht, fällt auf, dass der Großteil der Anwender auf kurzwirksame Substanzen in Tablettenform umgestiegen ist, beispielsweise Stanozolol. Mehr muss zu diesem Thema nicht geschrieben werden…

Juli 17, 2008

Dopende Sportler beleidigen unsere Intelligenz

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , , — steroidinformation @ 10:23 pm

Wenn Sportler des Dopings überführt werden, sind ja zumeist die kuriosesten Ausreden an der Tagesordnung. Man habe die Zahnpasta des Überführten mit Anabolika verseucht, ein natürliches Supplement wäre mit Anabolika konterminiert gewesen oder Aliens haben die Dopingsubstanz nachts im Schlaf injiziert. Ist ja alles nicht so wild. Was aber mehr als ärgerlich ist, sind des Dopings überführte Athleten, die sich dann aus der Affaire ziehen wollen, in dem sie die Intelligenz der Überführer beleidigen.

Jüngstes Beispiel: der Hürdenläufer Simon Vroemen, der des Dopings mit dem Anabolikum Methandienon (Dianabol) überführt wurde. Herr Vroemen weiß natürlich nicht, wie das Methandienon in seinen Körper gekommen ist. Warum sollte er auch mit Methandienon dopen – Dianabol sei ja schließlich ein Anabolikum ausschließlich für Bodybuilder, das zur schnellen Zunahme von Muskelmasse und zu keiner nenneswerten Kraftsteigerung führen würde, was ihm als Hürdenläufer eventuell einen Vorteil verschaffen könnte. Und überhaupt, Methandienon sei 9 Monate nachweisbar und kein auf Doping getester Athlet würde sich einem solch hohen Risiko aussetzen.

Blöd nur, dass Methandienon doch zu erheblichen Kraftsteigerungen führt, man den Muskelzuwachs mit der Ernährung und dem Training steuern kann und die Metaboliten von Methandienon maximal 1 bis 2 Wochen und nicht 9 Monate nachweisbar sind. Dumm gelaufen für den Herrn Vroemen, der nun wohl doch noch auf die Geschichte mit den Aliens zurückgreifen muss 🙂

April 25, 2008

Buch über das Kultsteroid Trenbolon

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , — steroidinformation @ 4:43 pm

Seit März vom neuen Anabolika-/Doping-Literatur-Verlag FTW Publishing erhältlich: Kultsteroide Vol.1 – Trenbolon!

60 Seiten Broschüre mit wissenschaftlichen Fakten zum Kultsteroid Nr. 1! Das Teil wurde von mir getestet und für sehr gut befunden 🙂 Endlich mal ein Buch, das nicht mit dem üblichen Blabla „glänzt“, sondern diesmal tief in die Materie eintaucht und beispielsweise erstmalig in Printform erklärt, warum Trenbolon in der Tat diuretisch wirkt. Wer nun neugierig geworden ist, sollte sich schnell sein Exemplar zum Preis von 15,90 Euro zzgl. Porto bei FTW Publishing bestellen

November 29, 2007

Wer vier Ampullen Testosteron Enantat besitzt, ist ein Schwerverbrecher…

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , — steroidinformation @ 10:31 am

…zumindest laut folgender Verordnung der nicht geringen Mengen von Dopingmitteln des Bundesrats:

http://www.umwelt-online.de/cgi-bin/parser/Drucksachen/drucknews.cgi?texte=0677_2D07#h15

Für all diejenigen, die zu faul sind, einen Link zu klicken, hier die Liste in all ihrer Pracht:

1-Androstendiol 3000 mg
1-Androstendion 3000 mg
Bolandiol 3000 mg
Bolasteron 450 mg
Boldenon 1500 mg
Boldion 3000 mg
Calusteron 450 mg
Clostebol  
– Depot-Zubereitungen 80 mg
– andere Zubereitungen 900 mg
Danazol 3000 mg
Dehydrochlormethyltestosteron 450 mg
Desoxymethyltestosteron 450 mg
Drostanolon 1015 mg
Ethylestrenol 450 mg
Fluoxymesteron 450 mg
Formebolon 450 mg
Furazabol 450 mg
Gestrinon 450 mg
4-Hydroxytestosteron 1500 mg
Mestanolon 450 mg
Mesterolon 1500 mg
Metandienon 150 mg
Metenolon  
– Depot-Zubereitungen 150 mg
– andere Zubereitungen 1500 mg
Methandriol 450 mg
Methasteron 450 mg
Methyldienolon 450 mg
Methyl-1-testosteron 450 mg
Methylnortestosteron 450 mg
Methyltrienolon 450 mg
Methyltestosteron 450 mg
Miboleron 450 mg
Nandrolon 45 mg
19-Norandrostendion 3000 mg
Norboleton 450 mg
Norclostebol 1500 mg
Norethandrolon 450 mg
Oxabolon 75 mg
Oxandrolon 450 mg
Oxymesteron 450 mg
Oxymetholon 450 mg
Prostanozol 1500 mg
Quinbolon 1500 mg
Stanozolol  
– Depot-Zubreitungen 100 mg
– andere Zubereitungen 150 mg
Stenbolon 1500 mg
1-Testosteron 1500 mg
Tetrahydrogestrinon 450 mg
Trenbolon 450 mg
b) Endogene anabolandrogene Steroide
nicht geringe Menge
Androstendiol 3000 mg
Androstendion 3000 mg
Androstanolon, synonym Dihydrotestosteron 1500 mg
Prasteron, synonym Dehydroepiandrosteron, DHEA  
– Depot-Zubereitungen 144 mg
– andere Zubereitungen 3000 mg
Testosteron  
– Depot-Zubereitungen 632 mg
– andere Zubereitungen 3000 mg
ausgenommen Pflaster 67,2 mg

Bei Stoffen, die als Ester vorliegen, erfolgt Umrechnung auf die freie Verbindung

2. Andere anabole Wirkstoffe

nicht geringe Menge
Clenbuterol 2,1 mg
Tibolon 75 mg
Zeranol 4,5 mg
Zilpaterol 4,5 mg

II. Hormone und verwandte Verbindungen

1. Erythropoietin und Analoga

nicht geringe Menge
Epoetin alfa, -beta 24000 IE
Epoetin delta 24000 IE
Darbepoetin alfa 120 ug

2. Wachstumshormon und Insulin-ähnliche Wachstumsfaktoren, synonym Insulinlike Groth Factors, IGF-1

nicht geringe Menge
Somatropin 16 mg
Mecasermin 216 mg

3. Gonadotropine

nicht geringe Menge
Choriongonadotropin (HCG) 24000 IE
Choriogonadotropin alfa 6500 IE
Lutropin alfa 2250 IE

4. Insulin

nicht geringe Menge
Insulin 400 IE

5. Kortikotropine

nicht geringe Menge
Kortikotropin 1200 IE
Tetracosactid  
– Depot- Zubereitungen 12 mg
– andere Zubereitungen 0,25 mg

III. Substanzen mit antiestrogener Wirkung

1. Aromatasehemmer

nicht geringe Menge
Anastrozol 30 mg
Letrozol 75 mg
Aminoglutethimid 30000 mg
Exemestan 750 mg
Formestan 600 mg
Testolacton 6000 mg

2. Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs)

nicht geringe Menge
Raloxifen 1680 mg
Tamoxifen 1200 mg
Toremifen 1800 mg

3. Andere antiestrogen wirkende Substanzen

nicht geringe Menge
Clomifen 509 mg
Cyclofenil 12000 mg
Fulvestrant 250 mg

Rechenbeispiel: Eine Ampulle Testoviron Depot enthält 250mg Testosteron Enantat, nach Abzug des Enantat-Esters bleiben ca. 180mg Testosteron erhalten. Demnach fallen vier dieser Ampullen (= 720mg reines Testosteron) bereits in die Straffälligkeit (632mg Testosteron als Depot-Zubereitung nach Abzug des Esters).

Nicht anders sieht es bei Dianabol aus: Wehe dem, der mit 30 Tabletten Thais erwischt wird. Beschweren sollte man sich jedoch nicht, sind die 30 Tabletten doch noch recht großzügig im Vergleich mit den 2 Ampullen Winstrol Depot, die laut dieser Verordnung bereits strafbar sind 🙂

Ok, ein wenig Schwarzmalerei muss sein. Eigentlich will der Staat damit nur den Handel und besonders die Untergrundlaboratorien und Homebrewer dran kriegen, da ihm hier Steuereinnahmen in Millionenhöhe flöten gehen. Wenn sich ein Karl-Heinz Stoffberg mit Oxys die Leber kaputt knallt, wird das wohl weiterhin kaum jemanden stören 🙂

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