Der Anabolika und Steroid Info und News Blog

Juli 30, 2008

Achtfacher Mr. Olympia Ronnie Coleman verklagt Gold´s Gym

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Der achtfache Mr. Olympia hat eine Zivilklage gegen das Gold´s Gym in L.A. eingereicht, da dieses sein Konterfei ohne vorherige Absprache oder Bezahlung für eine Werbekampagne zur Mitgliedergewinnung verwendet hat.

So wie es aussieht, stehen Ronnie´s Chancen gut, dass er die Klage gewinnt, da bereits der amtierende Mr. Olympia Jay Cutler erst im letzten Jahr eine ähnliche Klage gegen die Supplementfirma NDS Nutritional Products gewonnen hat.

In Amiland regen sich einige Leute wieder über die Schlagzeile „Ronnie Coleman rages against Gold´s Gym“ auf, da dies in deren Augen wegen eines Bezugs zum Thema Roid Rage ein verdeckter Hieb gegen das Bodybuilding allgemein und den üblichen Gebrauch von Anabolika sei, aber ab und zu sollte man einfach mal die Kirche im Dorf lassen und sich nicht wegen jedem Schrott in die Hose machen…

Ronnie Coleman gewann 1991 in Polen die IFBB Weltmeisterschaft (Gesamtsieger) und gewann 1995 mit dem Canada Pro Cup seinen ersten Sieg bei den Profis. Nach einem Sieg bei der Night of Champions 1998 gelang Coleman der Durchbruch, in dem er im selben Jahr in Abwesenheit des zu diesem Zeitpunkt abgetretenen Mr. Olympias Dorian Yates seinen ersten Mr. Olympia Titel gegen Ken „Flex“ Wheeler gewann. Ronnie Coleman war fortan der dominierende Mann, bis ihn 2006 Jay Cutler vom Thron stoßen konnte. Ronnie Coleman versuchte darauf hin, sich „seinen“ Titel im darauf folgenden Jahr zurückzuholen, scheiterte jedoch und belegte einen wohlwollenden 4. Platz. Danach erklärte Ronnie Coleman seinen Rücktritt vom aktiven Wettkampfgeschehen. Mit ihm ging damit zusammen mit Arnold Schwarzenegger und Dorian Yates der am meisten dominierenden Profi-Bodybuilder aller Zeiten in den Ruhestand.

Juli 24, 2008

Die Hexenjagd der Dopingfander wird immer lächerlicher

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , , , , , , — steroidinformation @ 6:03 pm

Am 23. Juli 08 war der Aufschrei laut, als John Fahey, Präsident der WADA (World Anti Doping Agency), bekannt gab, dass die von ihm repräsentierte Organisation mit einer der größten Pharmafirmen in enger Kooperation stand. Nichts neues für viele. Ein absolutes Novum war allerdings seine Verlautbarung, dass Roche als erstes Unternehmen weltweit ihrem Präparat Mircera (das von Radrennfahrer gerne zum Doping benutzt wird, da es als EPO der dritten Generation gilt und bis vor Kurzem mit keinem Dopingtest nachgewiesen werden konnte) ein spezielles Molekül beigemischt haben soll, was es ermöglicht, Mircera dennoch bei Dopingtests erkenntlich zu machen.

Warum die WADA sich keine Probe von Mircera geben lässt, um einen geeigneten Test hierfür zu entwickeln, fragten sich viele Fachleute. Dass das Statement des WADA Präsidenten nur heiße Luft und pure Panikmache war, erklärte Roche dann direkt einige Stunden später. Martina Rupp, die Roche Pressefrau, hierzu in einer Email: „Die seitens der WADA gegebene Information, dass Roche dem Präparate Mircera ein geheimes Molekül beifügt, um Mircera für Dopingtests erkennbar zu machen, ist falsch!“

Martine Rupp weiter: „Roche hat der WADA Proben von Mircera zukommen lassen, damit diese hierdurch einen funktionierenden Dopingtest herstellen können.“

Ein Komplott der WADA und Roche, um dopende Athleten in Sicherheit zu wiegen und sie dann eiskalt zu erwischen? Wohl kaum! Ein missglückter Versuch, Athleten einzuschüchtern, um die Anzahl der Dopingfälle zu senken und die WADA dadurch in einem guten Licht da stehen zu lassen? Wohl eher 🙂

Doping kann im Spitzensport nicht verhindert werden. Ganz im Gegenteil: Durch Dopingtests sind Athleten oftmals darauf angewiesen, noch gefährlichere Medikamente einzunehmen und Methoden anzuwenden, um die Dopingtests zu unterwandern. Siehe z.B. die weltweit größte Wrestling Promotion WWE (World Wrestling Entertainment): früher nahmen alle Testosteron und Deca, in Ausnahmefällen auch Oxymetholon oder Methandienon. Seitdem die WWE Dopingkontrollen durchzieht, fällt auf, dass der Großteil der Anwender auf kurzwirksame Substanzen in Tablettenform umgestiegen ist, beispielsweise Stanozolol. Mehr muss zu diesem Thema nicht geschrieben werden…

Juli 17, 2008

Dopende Sportler beleidigen unsere Intelligenz

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , , — steroidinformation @ 10:23 pm

Wenn Sportler des Dopings überführt werden, sind ja zumeist die kuriosesten Ausreden an der Tagesordnung. Man habe die Zahnpasta des Überführten mit Anabolika verseucht, ein natürliches Supplement wäre mit Anabolika konterminiert gewesen oder Aliens haben die Dopingsubstanz nachts im Schlaf injiziert. Ist ja alles nicht so wild. Was aber mehr als ärgerlich ist, sind des Dopings überführte Athleten, die sich dann aus der Affaire ziehen wollen, in dem sie die Intelligenz der Überführer beleidigen.

Jüngstes Beispiel: der Hürdenläufer Simon Vroemen, der des Dopings mit dem Anabolikum Methandienon (Dianabol) überführt wurde. Herr Vroemen weiß natürlich nicht, wie das Methandienon in seinen Körper gekommen ist. Warum sollte er auch mit Methandienon dopen – Dianabol sei ja schließlich ein Anabolikum ausschließlich für Bodybuilder, das zur schnellen Zunahme von Muskelmasse und zu keiner nenneswerten Kraftsteigerung führen würde, was ihm als Hürdenläufer eventuell einen Vorteil verschaffen könnte. Und überhaupt, Methandienon sei 9 Monate nachweisbar und kein auf Doping getester Athlet würde sich einem solch hohen Risiko aussetzen.

Blöd nur, dass Methandienon doch zu erheblichen Kraftsteigerungen führt, man den Muskelzuwachs mit der Ernährung und dem Training steuern kann und die Metaboliten von Methandienon maximal 1 bis 2 Wochen und nicht 9 Monate nachweisbar sind. Dumm gelaufen für den Herrn Vroemen, der nun wohl doch noch auf die Geschichte mit den Aliens zurückgreifen muss 🙂

Provigil (Modafinil) das Mittel der Wahl in Silicon Valley

Filed under: Sonstiges — Schlagwörter: , , , , — steroidinformation @ 10:13 pm

Power Blogger Michael Arrington von TechCrunch hat beim Namen genannt, was schon seit langem vermutet wird: Die Unternehmer, Arbeitgeber und -nehmer in Hollywood haben ein geheimes Mittel für maximalen Erfolg: Modafinil, weltweit bekannt unter dem Handelsnamen Provigil.

Modafinil ist eigentlich ein Medikament, welches bei Narkolepsie eingesetzt wird, eine Krankheit, bei der der Patient unter Sekundenschläfen tagsüber leidet. Schichtarbeiter oder Schlafapnoe-Patienten leiden sehr oft hierunter.

Doch der Einsatz von Modafinil zur Leistungssteigerung ist nicht neu: Im US Militär kommt Modafinil beispielsweise in Situationen zum Einsatz, wenn ein Höchstmaß an Wachsamkeit und Leistungsfähigkeit verlangt wird, z.B. in Kriegen. Es ist bekannt, dass Soldaten, die Modafinil einnehmen, bis zu 88 Stunden ohne Leistungseinbußen ohne Schlaf auskommen.

Im Bodybuilding ist der Einsatz von Modafinil eher selten, da es keine nennenswerte Kraftsteigerung bringt. Lediglich die Fokussierung auf die Arbeit, sprich das Training, wird erhöht. Doch ob dies den Einsatz von Modafinil rechtfertigt, ist sehr unwahrscheinlich.

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