Der Anabolika und Steroid Info und News Blog

Dezember 18, 2007

Winstrol von Zambon ist Geschichte!

Filed under: Anabolika — Schlagwörter: , , , , , — steroidinformation @ 5:31 pm

Winstrol ist der weltweit bekannte Markenname für das anabole/androgene Steroid Stanozolol. Hergestellt werden sowohl Winstrol Tabletten als auch Winstrol Depot Injektionen vom spanischen Pharmakonzern Zambon. Leider muss ein Wort des letzten Satzes geändert werden: aus „werden“ wird leider „wurden“. Zambon hat den Vertrieb vor Kurzem eingestellt – eine Horrormeldung für die meisten Wettkampf-Bodybuilder, Kampfsportler und Disco-Gänger, war Winstrol doch eines der beliebtesten Steroide genannter Personengruppen.

Wer jetzt sein Haus und Auto und vielleicht auch seine Ehefrau und Kinder verkaufen will, um möglichst viel Kohle beisammen zu kriegen, um die letzten Restbestände Zambon Winstrol zu erkaufen, kann ruhig gehen lassen. Winstrol wird es weiterhin sowohl in Tabletten- als auch in der beliebten Injektionsform geben. Zambon hat die Lizenz an das ebenfalls spanische Unternehmen Desma (DESMA Laboratorie Farmaceutico S.L. in Madrid, Spanien) verkauft, die die Produktion natürlich weiterführen, da der sichere Kundenstamm wohl bekannt sein dürfte.

Desma hat nicht nur den Namen, sondern ebenfalls das komplette Outfit der Tabletten, Blister, Ampullen, Inlays und Verpackungen übernommen, einziger Unterschied somit der Aufdruck des Herstellernamens. Desma hat ebenfalls die Hologrammsiegel der Verpackungen übernommen.

Die ersten Tabletten und Ampullen vom neuen Desma Winstrol sind bereits auf dem Schwarzmarkt aufgetaucht, also nicht wundern, wenn Euch Euer „Beschaffer“ ab sofort kein Winstrol von Zambon sondern von Desma anbietet. Er ist dann mit Sicherheit kein „Faker“ (ich liebe diese total dummen Möchtegern-Ausdrücke :))

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Dezember 2, 2007

Steroide im Wrestling

Filed under: Sonstiges — Schlagwörter: , , , , — steroidinformation @ 2:48 pm

Waren wirklich Steroide für die Taten des Chris Benoit verantwortlich? Nun, es ist sicherlich mittlerweile jedem klar, dass Steroide durchaus das Gemüt verändern und zu Wutausbrüchen führen können. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass diese Wutausbrüche (Roid Rage) spontan ausfallen, während Chris Benoit´s Taten (sofern wirklich von ihm durchgeführt, woran ich so meine Zweifel habe) sich über Tage hinweg zogen.

Die Untersuchung an Chris Benoit´s Gehirn hat ergeben, dass ziemlich viele Teile abgestorben waren, ausgelöst durch mehrfache und (wahrscheinlich) unbemerkte Gehirnerschütterungen. Experten vergleichen es mit dem Gehirn eines 85 jährigen Alzheimer-Patienten. War Benoit blöd? Nein, mit Sicherheit nicht. Jedoch sind Schäden am Gehirn, je nach Region, durchaus fähig, einen Menschen zu verändern.

Der Tod seines besten Freundes Eddie Guerrero schien der Startschuss für diese Veränderung zu sein. Nancy Benoit, seine Frau und die Mutter seines Sohnes, schenkte ihm kurz darauf ein Tagebuch, in dem er seine Gefühle aufschreiben sollte, um diese besser verarbeiten zu können. Er nutzte es aber, um Briefe an seinen toten Freund zu schreiben. Laut einer amerikanischen Online-Zeitung soll in einem dieser Briefe „Wir werden uns bald wiedersehen“ gestanden haben…

Ok, Chris Benoits Obduktion hat ergeben, dass sein Testosteron-Spiegel um das zehnfache erhöht war, was daran gelegen haben mag, dass sein Hausarzt ihm alle vier Wochen Testosteron Cypionat in einer Dosierung verschrieben hat, die bei normaler Testosteron-Substitution zehn Monate reicht. Dennoch glaube ich, dass seine Taten nur zu einem verschwindend geringen Teil mit Steroiden zutun gehabt haben.

Bei all dem Wirbel um Steroide scheinen die meisten zu vergessen, was die wirklichen Teufel im Pro-Wrestling sind: Schmerz- und Schlaftabletten, Muskelentspanner und Lifestyle-Drogen wie Alkohol und Kokain. Der ehemalige WWE-Champion und bekennender ehemaliger Steroid-Verwender Ultimate Warrior brachte es in einem Interview auf den Punkt: „Das Problem mit Steroiden im Profi-Wrestling ist nicht deren GEBRAUCH, sondern deren MISSBRAUCH!“ Selbiges kann man auf alle anderen genannten Medikamente und Drogen ummünzen.

Chris Benoit war in dieser Richtung sicherlich kein Waisenknabe, aber – sofern die grausamen Taten tatsächlich auf seinem Mist gewachsen sind – Steroide hierfür verantwortlich zu machen, ist Irrsinn. Man bedenke, dass Chris nicht der einzige ist, der „etwas nachgeholfen hat“. Superstar Billy Graham, Ultimate Warrior, Hulk Hogan, Chris Masters, Ken Kennedy, British Bulldog, Hercules, Dynamite Kid, Hawk, Animal, Kevin Nash, Konnan, Eddie Guerrero, Randy Orton und mindestens dieselbe Menge nochmal mit zwei Nullen hintendran – alle haben den Gebrauch zugegeben oder wurden erwischt. Nur keiner davon ist ausgerastet und hat seine Familie umgebracht. Sollte zu denken geben…

Mein Fazit: Presse = Bullshit!

Schlusswort, das mir sehr am Herzen liegt: Man kann Chris Benoit aus allen Geschichtsbücher und von allen DVDs entfernen und immer und immer wieder anführen, was er getan haben soll (Betonung auf „getan haben soll“) – Fakt bleibt, dass Chris einer der Besten und eine Bereicherung fürs Pro-Wrestling war.

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